WZPP- WeiterbildungsZentrum für Pädagogik und Psychologie

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Traumasensible Begleitung bei Aggressionen

Praxiswissen für die pädagogische und therapeutische Arbeit

Aggressives Verhalten bei Kindern mit Belastungserfahrungen/Traumata ist kein Ausdruck von Unwillen oder mangelnder Erziehung. Es ist ein Signal innerer Not, von Überforderung und fehlender Regulation. Aggressives Verhalten bei Kindern ist selten „einfach schwierig“.

Fachkräfte stehen in solchen Situationen häufig unter hohem Druck von allen Seiten, Eskalationen zu begrenzen, Sicherheit für das einzelne Kind, die Gruppe, die Fachkraft selbst und ihre Kolleg:innen herzustellen und gleichzeitig die Beziehung zum Kind zu halten. Klassische verhaltensorientierte Ansätze, Erziehen durch Lob und Tadel oder mit Konsequenzen zu drohen, greift hier zu kurz – oder verschärft sogar die Situation.

Dieses Seminar setzt genau an dieser Stelle an:

Es vermittelt ein tiefgehendes, zugleich praxisnahes Verständnis aggressiven Verhaltens aus traumapädagogischer und traumatherapeutischer Perspektive.

Im Mittelpunkt stehen u.a. folgende Fragen:

  • Warum zeigen Kinder mit Belastungserfahrungen aggressives Verhalten?
  • Welche neurobiologischen und traumadynamischen Prozesse liegen dem zugrunde?
  • Wie lässt sich Aggression als Überlebensstrategie verstehen und professionell einordnen?

Das Seminar verbindet wissenschaftliche Fundierung mit hoher Praxisnähe – Du erhältst keine vorgefertigten Rezepte, sondern tragfähige Vorschläge, die sich an den realen Anforderungen des Arbeitsalltags orientieren.

Dozentin: Ralph Kortewille und Katrin Boger

Alle Termine zu: "Traumasensible Begleitung bei Aggressionen"

2026

04.09. - 05.09 2026

2027

Termine folgen…

2028

Termine folgen…

Traumasensible Begleitung bei Aggressionen

Seminarort:

  • Hamburg: IMPACT HUB, Gänsemarkt  33, 20354 Hamburg

Seminarzeiten:

  • 1. Tag – 04.09.2026: von 13:00 Uhr – 20:00 Uhr 
  • 2. Tag – 05.09.2026: von 09:00 Uhr – 16:30 Uhr

Traumasensible Begleitung bei Aggressionen – Praxiswissen für die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Kindern

Inhalte und Schwerpunkte

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

  • Warum zeigen Kinder mit Belastungserfahrungen aggressives Verhalten?
  • Welche neurobiologischen und traumadynamischen Prozesse liegen dem zugrunde?
  • Wie lässt sich Aggression als Überlebensstrategie verstehen und professionell einordnen?
  • Welche Interventionen sind in eskalierenden Situationen hilfreich – und welche sollten unterbleiben?
  • Wie können Fachkräfte handlungsfähig bleiben, ohne sich selbst zu überfordern, in Gefahr zu bringen?
  • Wie kann in eskalierenden Situationen Koregulation gelingen und wie können Eskalationen künftig möglichst vermieden werden.

 

Konkret werden bearbeitet:

  • neurobiologische Grundlagen von Stress, Trauma und Aggression
  • Aggression im Kontext von Bindung, Schutz und Selbstregulation
  • präventive traumasensible, bindungsorientierte Handlungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag
  • professionelle Haltung, Grenzsetzung und Beziehungsgestaltung unter Druck
  • klare Abgrenzung und sinnvolle Verzahnung von Traumapädagogik und Traumatherapie

Das Seminar verbindet wissenschaftliche Fundierung mit hoher Praxisnähe:

  • Arbeit mit realen Fallbeispielen aus ihren pädagogischen und therapeutischen Settings
  • Ableitung konkreter Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag
  • Reflexion der eigenen Haltung und professionellen Rolle
  • Einüben der professionellen Distanz und Nähe in der  Haltung und den angewendeten Methoden
  • Raum für Austausch, Fragen und kritische Diskussion

Du erhältst keine vorgefertigten Rezepte, sondern tragfähige Vorschläge, die sich an den realen Anforderungen des Arbeitsalltags orientieren.

Das Seminar richtet sich an:

  • Pädagogische Fachkräfte aus Kita, Schule, Jugendhilfe und stationären Settings
  • Therapeut:innen und Berater:innen
  • Leitungs- und Koordinationskräfte, die traumapädagogische Prozesse verantworten

Dein Gewinn nach diesen zwei Tagen:

  • verstehen Du aggressives Verhalten differenzierter und sicherer
  • kannst Du in eskalierenden Situationen noch besser ruhig und handlungsfähig bleiben
  • gestaltetest Du Grenzen klarer, und bleibst gleichzeitig im Kontakt und verhandlungsfähig  
  • erlebe mehr Entlastung im beruflichen Alltag auch in der Arbeit mit hochkomplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen 
  • so profitieren Kinder, in ihrer Betreuung von stabileren eingegrenzten Beziehungsangeboten und mehr Orientierung 

Preis für das Seminar/2-Tage: € 390,-

Deine Dozenten

Ralph Kortewille

Lernen Sie Ralph Kortewille kennen – Expertise mit Herz und Haltung

Ralph Kortewille ist Diplom-Psychologe und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (VT) mit langjähriger klinischer Erfahrung in der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Er ist EMDRIA-zertifizierter Supervisor für Kinder und Jugendliche und lebt und arbeitet in Hamburg.

Nach mehreren Jahren in der Leitung eines Berufsvorbereitungsprojekts für arbeitslose Jugendliche sowie als Mitarbeiter des Kinderschutz-Zentrums Kiel ist er seit 2007 schwerpunktmäßig im Bereich Traumatherapie und Kinderschutz tätig. Seit 2021 ist Ralph Kortewille Therapeutischer Leiter der Interdisziplinären Trauma-Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie Elmshorn.

Er arbeitet als Therapeut, Supervisor und Autor und gilt als ausgewiesener Experte für Traumatherapie, EMDR und traumasensible Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Seine Veröffentlichungen richten sich an pädagogische und therapeutische Fachkräfte und verbinden wissenschaftliche Fundierung mit hoher Praxisnähe.

„Heilung entsteht nicht durch Methoden allein, sondern durch Beziehung, Haltung und Verlässlichkeit.“ – Ralph Kortewille

Katrin Boger

Zusammen mit Katrin Boger – Wenn Bindung trägt, kann Heilung wachsen

Seit 2010 begleitet sie Kinder, Jugendliche und ihre Familien als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis in Aalen. Ihre therapeutische Arbeit richtet sich insbesondere an junge Menschen in seelischen Krisen und an die Kleinsten, deren Erleben oft noch keinen sprachlichen Ausdruck findet.

Aus dieser Haltung heraus entwickelte sie die I.B.T.®-Methode (Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie) für Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder. Ziel dieser Methode ist es, auch sehr junge Kinder mit feinfühligen, entwicklungsangemessenen und wirksamen Interventionen therapeutisch zu begleiten.

Neben ihrer psychotherapeutischen Tätigkeit leitet sie das WZPP® – WeiterbildungsZentrum für Pädagogik und Psychologie, ist als Dozentin tätig und arbeitet als Autorin zu den Themen sichere Bindung, frühe Traumatisierungen sowie Heilung und Entwicklung.

Ihre Arbeit ist getragen von der Überzeugung, dass Kinder gesehen, verstanden und gehalten werden müssen – insbesondere dann, wenn Lebensbedingungen belastend oder überfordernd sind.

„Heilung beginnt in der sicheren Beziehung – dort, wo ein Kind sich gesehen, verstanden und gehalten fühlt.“ – Katrin Boger

Unser Angebot

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