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WZPP® – WeiterbildungsZentrum für Pädagogik und Psychologie

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Home / Diversitätssensible Handlungsorientierung

Diversitätssensible Handlungsorientierung in traumadynamischen lern-pädagogischen Situationen

Traumadynamiken verstehen, Vielfalt mitdenken und sichere Lernräume gestalten

Deine Investition

180 €

1-tägige Fortbildung

Wenn traumadynamische Situationen Lernen erschweren

Traumadynamische Lern- und Interaktionssituationen gehören für viele pädagogische und psychologische Fachkräfte zum Alltag. Belastungsreaktionen, soziale Kontextfaktoren und individuelle Vulnerabilitäten wirken dabei häufig gleichzeitig und beeinflussen Lernen, Verhalten und Beziehungsgestaltung.

Für Fachkräfte bedeutet das: Verhalten nicht vorschnell bewerten, Belastungen differenziert einordnen und Lernräume so gestalten, dass Sicherheit, Regulation und Teilhabe möglich werden.

Genau hier setzt die Fortbildung an. Auf Grundlage von Traumapädagogik, Psychotraumatologie, Entwicklungspsychologie und Diversitätspädagogik werden konkrete Handlungsorientierungen für den pädagogischen Alltag entwickelt.

Das nimmst Du aus diesem Tag mit

Mehr Sicherheit und Orientierung im Umgang mit komplexen traumadynamischen Lern- und Interaktionssituationen.

Verhalten besser verstehen

Traumadynamiken erkennen und Verhalten stärker als Ausdruck innerer Zustände einordnen.

Vielfalt mitdenken

Migration, Diskriminierung, Armut, Behinderung und andere Kontextfaktoren berücksichtigen, ohne Verhalten vorschnell zu pathologisieren.

Sichere Lernräume gestalten

Struktur, Vorhersehbarkeit und adaptive Lernumgebungen nutzen, um Sicherheit und Regulation zu unterstützen.

Teilhabe ermöglichen

Selbststeuerung fördern, Barrieren abbauen und Ressourcen von Kindern und Jugendlichen gezielter aktivieren.

Was Dich in der Fortbildung erwartet

Traumadynamiken und Vielfalt fachlich einordnen

Handlungssicherheit im pädagogischen Alltag entwickeln

Du erhältst fundiertes Hintergrundwissen und konkrete Handlungsorientierungen für Lern- und Interaktionssituationen, in denen traumatische Belastungen, individuelle Vulnerabilitäten und soziale Kontextfaktoren zusammenwirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verhalten besser verstanden und Lernen, Regulation und Teilhabe gezielt unterstützt werden können.

Praxis statt Patentrezepte
Traumadynamisches Verhalten braucht keine schnellen Etiketten, sondern fachliche Einordnung und passende Rahmenbedingungen.
Die Fortbildung unterstützt dabei, Situationen differenzierter zu verstehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Arbeitsalltag zu entwickeln.

Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche in Lern-, Entwicklungs- und Alltagssituationen begleiten und traumadynamisches Verhalten besser verstehen sowie diversitätssensibel einordnen möchten.

  • Psycholog:innen und Pädagog:innen
  • Lehrkräfte und Schulbegleiter:innen
  • Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe
  • Mitarbeitende aus Lernförderung und Hausaufgabenhilfe
  • weitere Fach- und Bezugspersonen, die Kinder und Jugendliche begleiten

Deine Dozentin

Lernen Sie Petra Rettenmaier kennen – Mit Herz, Kompetenz und einem klaren Blick auf Lernen, Entwicklung und Selbstwirksamkeit

Petra Rettenmaier verbindet langjährige pädagogische Erfahrung mit fundiertem Wissen aus Traumapädagogik, Lerntherapie und Sonderpädagogik. Nach ihrem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg führte ihr beruflicher Weg weit über das klassische Klassenzimmer hinaus.

Ihre fachliche Arbeit ist geprägt von der Frage, wie Kinder auch unter erschwerten Bedingungen wieder Zugang zu Lernen, Sicherheit und eigener Wirksamkeit finden können. Dabei verbindet sie traumapädagogische Perspektiven mit konkretem Wissen über Lernprozesse, Entwicklungsbedingungen und individuelle Förderbedarfe.

Qualifikationen und Schwerpunkte:

  • Traumapädagogin und Traumazentrierte Fachberaterin
  • Master in Integrativer Lerntherapie
  • Lehrerin mit langjähriger pädagogischer Erfahrung
  • Fachkraft für Kooperation Kindergarten–Grundschule
  • sonderpädagogische Qualifikation im Förderschwerpunkt ESENT

Schwerpunkte:
Traumapädagogik · Lerntherapie · diversitätssensible Bildung · Selbstwirksamkeit · Sonderpädagogik · traumadynamische Lernprozesse

„Ich glaube fest daran, dass jedes Kind die Fähigkeit in sich trägt, zukünftige Lernanforderungen erfolgreich zu meistern – manchmal braucht es nur den richtigen Impuls zur richtigen Zeit.“

Themen im Detail

Die Fortbildung verbindet traumapädagogische Grundlagen mit einer diversitätssensiblen Perspektive auf Lernen, Verhalten und Beziehungsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen sichere Lernräume, professionelle Präsenz, Teilhabe und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag.

Traumatische Erfahrungen können Lernfähigkeit, Affektregulation und soziale Interaktion nachhaltig beeinflussen. In diesem Themenblock geht es um neurobiologische und verhaltensbezogene Grundlagen sowie darum, Verhalten stärker als Ausdruck innerer Zustände zu verstehen.

Im Fokus:

  • Traumadynamiken im pädagogischen Alltag
  • Verhalten unter der Frage „Wozu?“ betrachten
  • Auswirkungen von Trauma auf Lernen, Regulation und soziale Interaktion

Nicht jedes herausfordernde Verhalten ist Ausdruck von Unwillen, Faulheit oder Opposition. Eine diversitätssensible Perspektive berücksichtigt auch soziale und biografische Belastungsfaktoren und hilft dabei, Verhalten im jeweiligen Kontext zu verstehen.

Im Fokus:

  • Verhalten nicht vorschnell pathologisieren
  • Migration, Diskriminierung, Armut und Behinderung mitdenken
  • individuelle Vulnerabilitäten und soziale Kontexte berücksichtigen

Die eigene Haltung ist ein zentraler Wirkfaktor. Sicherheit, Resonanz und Co-Regulation können Kindern und Jugendlichen helfen, Belastungen besser zu bewältigen und sich wieder auf Lernen und Beziehung einzulassen.

Im Fokus:

  • Sicherheit, Resonanz und Co-Regulation
  • professionelle Beziehungsgestaltung zwischen Nähe, Grenzen und Schutz
  • Selbstwirksamkeit, Partizipation und Teilhabe stärken

Traumasensible Lernräume zeichnen sich durch Struktur, Vorhersehbarkeit und anpassbare Rahmenbedingungen aus. Dabei geht es nicht nur um den Raum selbst, sondern auch um soziale Beziehungen und die Qualität von Interaktionen.

Im Fokus:

  • Struktur und Vorhersehbarkeit schaffen
  • Lernumgebungen an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen
  • diversitätssensible Lernsettings gestalten
  • sichere soziale Räume fördern

Kinder und Jugendliche sollen trotz belastender Erfahrungen Zugang zu Lernen, Entwicklung und Teilhabe behalten. Dafür braucht es Lernbedingungen, die Regulation unterstützen und vorhandene Ressourcen aktivieren.

Im Fokus:

  • traumadynamische Lernprozesse unterstützen
  • Selbststeuerung und emotionale Regulation fördern
  • Barrieren abbauen
  • Ressourcen und vorhandene Kompetenzen stärken

Traumasensibles Arbeiten bedeutet auch, die eigenen Belastungsgrenzen wahrzunehmen und nicht allein handeln zu müssen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine klare professionelle Haltung helfen dabei, auch in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Im Fokus:

  • Zusammenarbeit zwischen Pädagogik, Psychologie und Jugendhilfe
  • eigene Belastungsgrenzen wahrnehmen
  • sekundäre Traumatisierung berücksichtigen
  • systemische Perspektiven nutzen und im Handeln bleiben

Termin & Buchung

23. Januar 2027 · Online · 09:00-16:00 Uhr · 180 €

Dieses Seminar für Euer gesamtes Team?

Diversitätssensible und traumasensible Pädagogik als Inhouse-Fortbildung

Pädagogische Einrichtungen und Teams begegnen täglich sehr unterschiedlichen Lern-, Belastungs- und Entwicklungsbedingungen. Als Inhouse-Fortbildung kann das Seminar auf Euren Arbeitskontext, Eure Zielgruppe und konkrete Situationen aus dem pädagogischen Alltag abgestimmt werden.
So entsteht eine gemeinsame fachliche Grundlage dafür, traumadynamisches Verhalten besser einzuordnen, sichere Lern- und Interaktionsräume zu gestalten und Teilhabe sowie Selbstwirksamkeit gezielt zu fördern.