WZPP® – WeiterbildungsZentrum für Pädagogik und Psychologie
Hier findest Du Antworten auf häufige Fragen zur EMDR-Weiterbildung beim WZPP. Erfahre mehr über Voraussetzungen, Aufbau, Module, praktische Übungen, Kosten, Standorte, Zertifizierung und die Anwendung von EMDR mit oder ohne Heilerlaubnis.
Die Weiterbildung vermittelt EMDR nicht nur als einzelne Technik. Du lernst, belastende Verarbeitungsprozesse fachlich einzuordnen, Klient:innen sicher zu stabilisieren und EMDR verantwortungsvoll in Dein jeweiliges berufliches Arbeitsfeld zu integrieren.
Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben oder eine individuelle Beratung wünschen, steht Ihnen unser Team gerne persönlich zur Verfügung.
Alles, was Sie über unsere Seminare wissen möchten – auf einen Blick.
Die dreimodulige EMDR-Weiterbildung führt Dich Schritt für Schritt von den fachlichen Grundlagen und dem EMDR-Standardprotokoll bis zur differenzierten Anwendung verschiedener Spezialprotokolle.
Auf der EMDR-Seite findest Du ausführliche Informationen zu den Inhalten, Zielgruppen, Standorten, Seminarzeiten und aktuellen Terminen.
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Auf Deutsch lässt sich der Begriff sinngemäß mit Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen übersetzen.
EMDR ist eine strukturierte Methode zur Verarbeitung belastender und traumatischer Erfahrungen. Neben geführten Augenbewegungen können auch akustische oder taktile Reize zur bilateralen Stimulation eingesetzt werden. Dabei werden Erinnerungen, Gefühle, Körperempfindungen und belastende innere Überzeugungen in einen fachlich begleiteten Verarbeitungsprozess einbezogen.
Belastende Erfahrungen können im Nervensystem so gespeichert bleiben, dass sie auch lange nach dem ursprünglichen Ereignis erneut starke emotionale oder körperliche Reaktionen auslösen.
Bei EMDR wird die belastende Erfahrung in einem klar strukturierten Prozess aktiviert und gleichzeitig mit bilateraler Stimulation begleitet. Dazu zählen beispielsweise geführte Augenbewegungen, abwechselnde Töne oder taktile Impulse.
Die bilaterale Stimulation unterstützt den Verarbeitungsprozess. Dabei geht es nicht darum, Erinnerungen zu löschen, sondern die damit verbundene Belastung zu reduzieren und die Erfahrung besser in die persönliche Lebensgeschichte einzuordnen.
EMDR ist insbesondere aus der Behandlung traumatischer Belastungen bekannt. Inzwischen existieren jedoch zahlreiche weiterentwickelte Protokolle für unterschiedliche Belastungssituationen und klinische Fragestellungen.
In der Weiterbildung lernst Du neben dem Standardprotokoll unter anderem stabilisierende, ressourcenaktivierende und anwendungsbezogene Techniken kennen. Welche Elemente Du später einsetzen darfst, hängt von Deiner beruflichen Qualifikation, Deinem Tätigkeitsbereich und Deiner rechtlichen Befugnis ab.
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die Menschen bei psychischen Belastungen, traumatischen Erfahrungen oder schwierigen Veränderungsprozessen professionell begleiten.
Dazu gehören beispielsweise:
Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene oder weit fortgeschrittene berufliche Qualifikation in einem einschlägigen Arbeitsfeld sowie Erfahrung im Umgang mit psychisch belasteten Menschen.
Nein. Die EMDR-Weiterbildung richtet sich ausdrücklich sowohl an therapeutisch tätige Fachkräfte als auch an Fachpersonen aus Beratung, Coaching, Pädagogik, Supervision und psychosozialer Begleitung.
Ohne Heilerlaubnis liegt der Schwerpunkt auf stabilisierenden, ressourcenaktivierenden und selbstregulationsfördernden Elementen. Diese können innerhalb des jeweiligen beruflichen Tätigkeitsfeldes eingesetzt werden, sofern damit keine psychische Erkrankung diagnostiziert, behandelt oder gelindert werden soll.
Die therapeutische Behandlung psychischer Erkrankungen und traumatischer Störungen mit EMDR setzt dagegen eine entsprechende Heilerlaubnis voraus. Die Weiterbildung ersetzt keine Heilerlaubnis und erweitert keine gesetzlich geregelten beruflichen Befugnisse.
Ja, ausgewählte EMDR-Elemente können auch in Beratung und Coaching eingesetzt werden. Dazu gehören insbesondere Ressourcenaktivierung, Stabilisierung, Selbstregulationsförderung und die Bearbeitung nicht krankheitswertiger Belastungen.
Entscheidend ist, dass die Anwendung innerhalb Deiner beruflichen Qualifikation und Deines rechtlichen Rahmens bleibt. Ohne Heilerlaubnis dürfen keine psychischen Erkrankungen diagnostiziert oder therapeutisch behandelt werden
Ja. Die Weiterbildung berücksichtigt die alters- und entwicklungsgerechte Anwendung von EMDR bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Dabei wird vermittelt, wie Prozessführung, Stabilisierung, Sprache, imaginative Techniken und bilaterale Stimulation an das jeweilige Entwicklungsalter und die individuelle Belastungssituation angepasst werden können.
Die EMDR-Weiterbildung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen:
Jedes Modul umfasst zwei Seminartage. Modul 1 bildet die fachliche Grundlage und ist Voraussetzung für die Teilnahme an Modul 2 und Modul 3.
Modul 1 vermittelt das grundlegende Verständnis der EMDR-Methode und bereitet Dich auf die praktische Anwendung vor.
Zu den Inhalten gehören:
Du lernst, einen EMDR-Prozess fachlich vorzubereiten und die einzelnen Schritte des Standardprotokolls sicher einzuordnen.
Modul 2 vertieft die Anwendung des Standardprotokolls und erweitert Deine methodische Kompetenz um zahlreiche anwendungsbezogene Techniken und Spezialprotokolle.
Dazu gehören unter anderem:
Du lernst, EMDR differenzierter an Belastungsbild, Ressourcenlage und Prozessverlauf anzupassen.
Modul 3 erweitert Deine Kenntnisse um zusätzliche Spezialprotokolle und komplexere Anwendungsfelder.
Zu den Schwerpunkten gehören:
Ziel ist es, EMDR-Prozesse differenziert zu planen, geeignete Methoden auszuwählen und eigene Fälle professionell zu reflektieren.
Ja. Modul 1 bildet die fachliche Grundlage und ist Voraussetzung für Modul 2 und Modul 3.
Da die späteren Module auf dem Standardprotokoll, den Grundlagen der Stabilisierung und den ersten praktischen Anwendungserfahrungen aufbauen, solltest Du die Weiterbildung in der vorgesehenen Reihenfolge absolvieren.
Ja. Die drei Module können einzeln oder gemeinsam gebucht werden.
Auch bei einer gemeinsamen Buchung erfolgt die Bezahlung modulweise. Dadurch kannst Du die Weiterbildung zeitlich und finanziell übersichtlich planen.
Ja. Praktische Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil aller drei Module.
Du übst unter anderem:
Die Weiterbildung findet deshalb ausschließlich in Präsenz statt. Übungen, Selbsterfahrung, Fallarbeit und Supervision können dadurch in einem geschützten Rahmen unmittelbar begleitet und reflektiert werden.
Eigene Fallbeispiele sind für Supervision und fachliche Reflexion sehr hilfreich, aber nicht jede praktische Übung setzt einen eigenen Fall voraus.
In den Vertiefungsmodulen können eigene Erfahrungen und Fälle genutzt werden, um Indikationsstellung, Prozessführung und mögliche nächste Schritte gemeinsam zu reflektieren. Dabei müssen selbstverständlich Datenschutz und Schweigepflicht gewahrt bleiben.
Die Weiterbildung besteht aus drei Modulen mit jeweils zwei Seminartagen.
Du kannst die Module entsprechend der verfügbaren Termine nacheinander absolvieren und die Weiterbildung dadurch passend zu Deinem Berufsalltag planen.
Die EMDR-Weiterbildung findet ausschließlich in Präsenz statt.
Die gemeinsame Arbeit vor Ort ermöglicht es, bilaterale Stimulation, Prozessführung und die unterschiedlichen Protokolle unmittelbar zu demonstrieren, praktisch zu erproben und fachlich zu reflektieren.
Die EMDR-Weiterbildung wird derzeit in Aalen, Berlin und Köln angeboten.
Ein Wechsel zwischen den Standorten ist bei freien Plätzen und nach vorheriger Absprache möglich.
Ja. Wenn an einem anderen Standort ein passender Termin und ein freier Platz verfügbar sind, ist ein Standortwechsel nach Absprache möglich.
Bitte kläre den Wechsel rechtzeitig mit dem WZPP-Team, damit geprüft werden kann, ob Dein gewünschtes Modul dort angeboten wird und noch Kapazitäten vorhanden sind.
Die regulären Seminarzeiten sind:
Freitag: 13:00 bis 20:00 Uhr
Samstag: 09:00 bis 16:30 Uhr
Die Zeiten gelten laut aktueller Übersicht für Aalen, Berlin und Köln. Prüfe dennoch vor der Anreise immer die Angaben in Deiner konkreten Buchungs- oder Teilnahmebestätigung.
Auf der EMDR-Angebotsseite findest Du die drei Module und die aktuell buchbaren Termine.
Wähle dort das gewünschte Modul, den passenden Standort und den Termin aus. Anschließend kannst Du Deine Anmeldung online abschließen.
Oder schreibe uns einfach eine Mail, dann buchen wir Dich in das jeweilige Modul ein.
Die Teilnahmegebühr beträgt 390 € pro Modul.
Im Preis enthalten sind:
Reise- und Übernachtungskosten sind nicht enthalten. Die Bezahlung erfolgt modulweise – auch dann, wenn Du mehrere Module gemeinsam buchst.
Je nach beruflicher und persönlicher Situation können unterschiedliche Fördermöglichkeiten infrage kommen. Dazu zählen beispielsweise eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber, regionale Förderprogramme oder die steuerliche Berücksichtigung beruflicher Weiterbildungskosten.
Da Förderbedingungen unterschiedlich sind, solltest Du Dich möglichst frühzeitig informieren.
Für Stornierungen, Umbuchungen oder Terminwechsel gelten die aktuellen Buchungsbedingungen des WZPP.
Nimm bitte möglichst frühzeitig Kontakt mit dem WZPP-Team auf. Dann kann geprüft werden, ob ein Wechsel zu einem anderen Termin oder Standort möglich ist.
Ja. Nach dem jeweiligen Modul erhältst Du einen entsprechenden Teilnahme- beziehungsweise Weiterbildungsnachweis.
Der Nachweis eines einzelnen Moduls entspricht jedoch noch nicht dem Abschluss der gesamten dreimoduligen EMDR-Weiterbildung.
Nach erfolgreichem Abschluss aller drei Module erhältst Du das Zertifikat:
EMDR – in Therapie und Coaching
Das Zertifikat bestätigt Deine Weiterbildung von den fachlichen Grundlagen und der Stabilisierung über das EMDR-Standardprotokoll bis hin zu Spezialprotokollen, praktischer Fallarbeit und Supervision.
Das hängt nicht allein vom Zertifikat, sondern von Deiner beruflichen Qualifikation und Deiner rechtlichen Befugnis ab.
Für die therapeutische Behandlung psychischer Erkrankungen mit EMDR benötigst Du eine entsprechende Heilerlaubnis. Ohne Heilerlaubnis kannst Du stabilisierende, ressourcenaktivierende und beratende Elemente im Rahmen Deines jeweiligen beruflichen Tätigkeitsfeldes einsetzen.
Die Weiterbildung selbst erteilt keine Heilerlaubnis.
Nein. Modul 1 ist der Einstieg in die Weiterbildung und vermittelt die Grundlagen sowie das Standardprotokoll.
Die Bezeichnung „Therapeut:in“ setzt darüber hinaus eine entsprechende therapeutische Grundqualifikation und rechtliche Befugnis voraus. Auch der Abschluss der gesamten EMDR-Weiterbildung ersetzt keine Approbation oder Heilerlaubnis.
Die WZPP-Seite bezeichnet EMDR als international anerkannte Methode und stellt für die vollständige dreimodulige Weiterbildung ein eigenes EMDR-Zertifikat aus.
Nein. Die Weiterbildung ist eine methodenspezifische Zusatzqualifikation.
Sie vermittelt fachliche Grundlagen, praktische Anwendung, Standard- und Spezialprotokolle sowie Supervision. Sie ersetzt jedoch weder ein Studium noch eine therapeutische Grundausbildung, Approbation oder Heilerlaubnis.
Informiere Dich ausführlich über den Aufbau und die Inhalte der EMDR-Weiterbildung oder entdecke direkt die aktuell buchbaren Module und Termine.
Das WZPP begleitet Dich auf diesem Weg mit einer praxisnahen, wissenschaftlich fundierten und berufsbegleitenden Weiterbildung.
Deine Frage war noch nicht dabei?
Du bist unsicher, ob die EMDR-Weiterbildung zu Deiner beruflichen Qualifikation und Deinem Arbeitsfeld passt? Das WZPP-Team unterstützt Dich gerne bei Fragen zu Teilnahmevoraussetzungen, Modulwahl, Anwendungsmöglichkeiten und Organisation.
Wir sind gern für Dich da. Persönlich, verbindlich und mit einem offenen Ohr.
Schreiben uns einfach eine E-Mail an: info@wzpp.de
Oder rufe uns direkt an unter: 07965 / 802 72 58

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