WZPP® – WeiterbildungsZentrum für Pädagogik und Psychologie
Traumadynamische Lern- und Interaktionssituationen gehören für viele pädagogische und psychologische Fachkräfte zum Alltag. Belastungsreaktionen, soziale Kontextfaktoren und individuelle Vulnerabilitäten wirken dabei häufig gleichzeitig und beeinflussen Lernen, Verhalten und Beziehungsgestaltung.
Für Fachkräfte bedeutet das: Verhalten nicht vorschnell bewerten, Belastungen differenziert einordnen und Lernräume so gestalten, dass Sicherheit, Regulation und Teilhabe möglich werden.
Genau hier setzt die Fortbildung an. Auf Grundlage von Traumapädagogik, Psychotraumatologie, Entwicklungspsychologie und Diversitätspädagogik werden konkrete Handlungsorientierungen für den pädagogischen Alltag entwickelt.
Mehr Sicherheit und Orientierung im Umgang mit komplexen traumadynamischen Lern- und Interaktionssituationen.
Traumadynamiken erkennen und Verhalten stärker als Ausdruck innerer Zustände einordnen.
Migration, Diskriminierung, Armut, Behinderung und andere Kontextfaktoren berücksichtigen, ohne Verhalten vorschnell zu pathologisieren.
Struktur, Vorhersehbarkeit und adaptive Lernumgebungen nutzen, um Sicherheit und Regulation zu unterstützen.
Selbststeuerung fördern, Barrieren abbauen und Ressourcen von Kindern und Jugendlichen gezielter aktivieren.
Du erhältst fundiertes Hintergrundwissen und konkrete Handlungsorientierungen für Lern- und Interaktionssituationen, in denen traumatische Belastungen, individuelle Vulnerabilitäten und soziale Kontextfaktoren zusammenwirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verhalten besser verstanden und Lernen, Regulation und Teilhabe gezielt unterstützt werden können.
Praxis statt Patentrezepte
Traumadynamisches Verhalten braucht keine schnellen Etiketten, sondern fachliche Einordnung und passende Rahmenbedingungen.
Die Fortbildung unterstützt dabei, Situationen differenzierter zu verstehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Arbeitsalltag zu entwickeln.
Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche in Lern-, Entwicklungs- und Alltagssituationen begleiten und traumadynamisches Verhalten besser verstehen sowie diversitätssensibel einordnen möchten.
Petra Rettenmaier verbindet langjährige pädagogische Erfahrung mit fundiertem Wissen aus Traumapädagogik, Lerntherapie und Sonderpädagogik. Nach ihrem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg führte ihr beruflicher Weg weit über das klassische Klassenzimmer hinaus.
Ihre fachliche Arbeit ist geprägt von der Frage, wie Kinder auch unter erschwerten Bedingungen wieder Zugang zu Lernen, Sicherheit und eigener Wirksamkeit finden können. Dabei verbindet sie traumapädagogische Perspektiven mit konkretem Wissen über Lernprozesse, Entwicklungsbedingungen und individuelle Förderbedarfe.
Qualifikationen und Schwerpunkte:
Schwerpunkte:
Traumapädagogik · Lerntherapie · diversitätssensible Bildung · Selbstwirksamkeit · Sonderpädagogik · traumadynamische Lernprozesse
„Ich glaube fest daran, dass jedes Kind die Fähigkeit in sich trägt, zukünftige Lernanforderungen erfolgreich zu meistern – manchmal braucht es nur den richtigen Impuls zur richtigen Zeit.“
Die Fortbildung verbindet traumapädagogische Grundlagen mit einer diversitätssensiblen Perspektive auf Lernen, Verhalten und Beziehungsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen sichere Lernräume, professionelle Präsenz, Teilhabe und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag.
Traumatische Erfahrungen können Lernfähigkeit, Affektregulation und soziale Interaktion nachhaltig beeinflussen. In diesem Themenblock geht es um neurobiologische und verhaltensbezogene Grundlagen sowie darum, Verhalten stärker als Ausdruck innerer Zustände zu verstehen.
Im Fokus:
Nicht jedes herausfordernde Verhalten ist Ausdruck von Unwillen, Faulheit oder Opposition. Eine diversitätssensible Perspektive berücksichtigt auch soziale und biografische Belastungsfaktoren und hilft dabei, Verhalten im jeweiligen Kontext zu verstehen.
Im Fokus:
Die eigene Haltung ist ein zentraler Wirkfaktor. Sicherheit, Resonanz und Co-Regulation können Kindern und Jugendlichen helfen, Belastungen besser zu bewältigen und sich wieder auf Lernen und Beziehung einzulassen.
Im Fokus:
Traumasensible Lernräume zeichnen sich durch Struktur, Vorhersehbarkeit und anpassbare Rahmenbedingungen aus. Dabei geht es nicht nur um den Raum selbst, sondern auch um soziale Beziehungen und die Qualität von Interaktionen.
Im Fokus:
Kinder und Jugendliche sollen trotz belastender Erfahrungen Zugang zu Lernen, Entwicklung und Teilhabe behalten. Dafür braucht es Lernbedingungen, die Regulation unterstützen und vorhandene Ressourcen aktivieren.
Im Fokus:
Traumasensibles Arbeiten bedeutet auch, die eigenen Belastungsgrenzen wahrzunehmen und nicht allein handeln zu müssen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine klare professionelle Haltung helfen dabei, auch in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Im Fokus:
23. Januar 2027 · Online · 09:00-16:00 Uhr · 180 €
Diversitätssensible und traumasensible Pädagogik als Inhouse-Fortbildung
Pädagogische Einrichtungen und Teams begegnen täglich sehr unterschiedlichen Lern-, Belastungs- und Entwicklungsbedingungen. Als Inhouse-Fortbildung kann das Seminar auf Euren Arbeitskontext, Eure Zielgruppe und konkrete Situationen aus dem pädagogischen Alltag abgestimmt werden.
So entsteht eine gemeinsame fachliche Grundlage dafür, traumadynamisches Verhalten besser einzuordnen, sichere Lern- und Interaktionsräume zu gestalten und Teilhabe sowie Selbstwirksamkeit gezielt zu fördern.